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Indien und Kanada beleben HandelsgesprÀche in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld neu

Skrevet av Frode Skar Finans Journalist.

Indien und Kanada bereiten sich darauf vor, Handelsverhandlungen wieder aufzunehmen, die fast zwei Jahre lang stillstanden. Der neue Anlauf erfolgt vor dem Hintergrund wachsender globaler wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischer Spannungen und eines regelbasierten Handelssystems, das an StabilitÀt verloren hat.

Verlorene Zeit erhöht den Handlungsdruck

Der indische Hochkommissar in Kanada, Desh Patnaik, betont, dass beide Seiten erkennen, wie viel Zeit verloren gegangen ist. In einer Welt, in der Staaten verstĂ€rkt bilaterale und regionale Abkommen abschließen, ist Geschwindigkeit zu einem entscheidenden strategischen Faktor geworden.

Das regelbasierte Welthandelssystem unter Druck

Nach EinschĂ€tzung indischer Vertreter funktioniert die bisherige regelbasierte Weltordnung, die lange fĂŒr Vorhersehbarkeit sorgte, nicht mehr wie gewohnt. Immer mehr LĂ€nder setzen daher auf direkte Abkommen, um ihre Volkswirtschaften gegen VolatilitĂ€t und politische Risiken abzusichern.

Verschobene wirtschaftliche MachtverhÀltnisse

Seit Beginn der GesprĂ€che ist Indien von der elftgrĂ¶ĂŸten zur viertgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen, wĂ€hrend Kanada weiterhin zu den zehn grĂ¶ĂŸten zĂ€hlt. Diese Entwicklung stĂ€rkt Indiens Verhandlungsposition erheblich und verringert den Bedarf an frĂŒher notwendigen ZugestĂ€ndnissen.

Vom Freihandel zum umfassenden Wirtschaftspartnerschaftsabkommen

Der inhaltliche Rahmen der Verhandlungen hat sich deutlich erweitert. Aus einem ursprĂŒnglich geplanten Freihandelsabkommen wurde zunĂ€chst ein FrĂŒhfortschrittsabkommen, nun steht ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (CEPA) im Fokus. Dieses umfasst Handel, Investitionen, Finanzströme, MobilitĂ€t und eine weitergehende wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Politischer Neustart und neue Dynamik

Der erwartete Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney in Indien gilt als Signal fĂŒr einen politischen Neustart nach einer Phase angespannter Beziehungen. Beide Regierungen scheinen entschlossen, die wirtschaftliche Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage zu stellen.

Strategische Zusammenarbeit mittlerer Volkswirtschaften

Vertreter beider LĂ€nder betonen, dass wirtschaftlich starke Staaten mittlerer GrĂ¶ĂŸe mit gemeinsamen Interessen enger kooperieren sollten, um sich gegen globale Unsicherheiten zu wappnen. FĂŒr Kanada passt ein vertieftes Engagement mit Indien in die Strategie einer breiteren wirtschaftlichen Diversifizierung.

Mehr als nur Handel

Neben wirtschaftlichen Aspekten spielen auch geopolitische und sicherheitspolitische Faktoren eine Rolle. VerÀnderungen in der US-Handelspolitik und Unsicherheiten bei bestehenden Abkommen erhöhen die Bedeutung eines stabilen und umfassenden Partnerschaftsmodells.

Ausblick

Auch wenn die GesprÀche noch am Anfang stehen, deuten die politischen Signale auf wachsenden Willen zur Einigung hin. In einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft könnte ein erneuertes Abkommen zwischen Indien und Kanada zu einem stabilisierenden Faktor werden.

Der weitere Verlauf hÀngt davon ab, inwieweit beide Seiten nationale Interessen mit dem Bedarf an langfristiger Zusammenarbeit und Planungssicherheit in Einklang bringen können.

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